Produkt des Monats: Zitrone

Produkt des Monats: Zitrone

Die Zitrone – das verführerische Allround-Talent Sie ist und bleibt der Star am Fruchthimmel. Kaum eine Frucht hat in der Geschichte so dauerhaft bedeutende und vielseitige Rollen gespielt wie die Zitrone. Zu Goethes Zeiten verzauberte sie und symbolisierte das mediterrane und sinnliche Leben: 1786 schwärmte der deutsche Dichter von dem Land, wo die Zitronen blüh’n, denn für ihn war Italien, das Land der Zitronen, Sehnsuchtsort, in den es ihn für mehrere Monate hinzog. Noch heute wird in keinem Landstrich der gelben Zitrusfrucht so hingebungsvoll gehuldigt wie an der Amalfiküste in Sorrent. In dem idyllischen Ort an der Steilküste, direkt gegenüber von Capri, reihen sich kleine Geschäfte aneinander und bieten eine Vielfalt von Devotionalien aus und um die Zitrone an. In der Mitte des 18. Jahrhundert hatte die Rolle der Zitrone außer des poetischen vor allem auch praktischen Charakter. Sie war heroische Lebensretterin: Zu einer Zeit, als Matrosen die tödliche Krankheit Skorbut mehr fürchteten als Piratenübergriffe, kam ein Arzt der britischen Marine, James Lind, auf die Idee, seinen Männern eine besondere Kost zuzuführen. Nach wenigen Wochen fiel ihm auf, dass genau die Matrosen gesundeten, die die Vitamin-C-haltigen Zitrusfrüchte erhalten hatten. Fortan wurde auf allen Schiffsreisen Kisten von Zitronen mitgeführt, was den englischen Seeleuten den Beinamen ‚Limey’ einbrachte. Und heute, für uns? Ist die Zitrone unverzichtbar. Sie ist eine Alleskönnerin und bereichert unseren Alltag in allen Lebensbereichen – von der Kulinarik über Haushalt bis zur Kosmetik und Parfümerie. Sie ist ein ewiger Liebling. Kaum eine Frucht, an der sich die Geister so wenig scheiden. Jeder kennt sie, jeder mag sie, ein jeder braucht sie. Das muss eine andere Frucht erst einmal nachmachen!      

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Früchtchen des Monats: die Ananas

Früchtchen des Monats: die Ananas

Die Königin der Früchte – so wird die Ananas zu Recht genannt. Das exotische Aussehen, der Duft, der süße Geschmack: Das alles zog die Menschen in den Bann, seit die ersten Ananas mit Kolumbus zum Ende des 15. Jahrhunderts in Europa landeten. Doch die Ananas machte es ihren Liebhabern nicht leicht: die Früchte, die nicht lange haltbar sind und nach der Ernte nicht nachreifen, waren schwierig zu transportieren. Eine frische Ananas aufgetischt zu bekommen – es war eine Sensation. Nicht zuletzt deswegen machte die Pflanze im 17. Jahrhundert in botanischen Gärten und den Orangerien des europäischen Adels Karriere. Wer auf sich hielt, hatte eine Ananas im Gewächshaus oder verzierte seine Häuser und Parkanlagen mit ananasförmiger Baukunst. Demokratisiert wurde die Ananas erst mit der Dampfschifffahrt, die Transportzeiten erheblich verkürzte, und mit der Erfindung der Ananaskonserve. Ihr ist auch der legendäre „Toast Hawaii“ zu verdanken – denn Ananas in Dosen wurde Anfang des 20. Jahrhunderts erstmals im großen Rahmen in Hawaii erzeugt.

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