Produkt des Monats: Maracuja

Produkt des Monats: Maracuja

Maracuja – die Exotin mit dem goldenen Kern Maracuja. Ein Name wie Musik. Man kann es förmlich hören, wie die Ureinwohner Südamerikas, die Tupí, den melodischen Namen durch den Regenwald riefen: Ma-ra-cu-já! Ma-ra-cu-já! Aus Verehrung und Wertschätzung, und um zum Essen zu trommeln. Wahrscheinlich war ihnen diese dunkel-violette Beere heilig. Köstlich wie sie war und lebenswichtig, weil sie ihnen Widerstandskräfte und Vitalität verlieh. So erklärt sich denn auch ihr Name Maracujá: die portugiesischen Eroberer übernahmen ihn aus der Sprache der Tupí, in der er soviel wie „Die Nahrung aus der Schale“ hieß. Doch so schön und melodisch ihr Name noch heute klingt, so wenig attraktiv finden wir ihr Äußeres: als braun-lila, schrumpeliges Etwas fristet sie zwischen einer bunten Fruchtvielfalt auf Wochenmärkten ein wohl eher unscheinbares Dasein. Hat sie all ihre exotische Schönheit in der südamerikanischen Heimat zurückgelassen, denn dort wächst sie als prall-leuchtende Beere an der wunderschönen Passionsblume? Geht es ihr vielleicht ein wenig wie dem Schwan, der – kaum aus seinem Terrain, dem Wasser – nur noch unbeholfen watscheln kann und all seine majestätische Eleganz verliert. Denn ist die Maracuja erst einmal gepflückt, schwindet ihre Ausstrahlung im Zeitraffertempo. Zurück bleibt ein Aschenputtel. Herrje, wie oberflächlich wir Menschen doch sind, immer nur auf die Äußerlichkeiten zu schielen. Denn die schrumpelige Haut der Maracuja ist kein Makel, sondern ein untrügliches Zeichen für uns über ihre Reife. Sie ist ein Hinweis darauf, dass sie nun über ihr volles aromatisches Potenzial verfügt. Einmal geöffnet, offenbaren sich uns ein süßlich-verführerischer Duft und knusprige kleine Samen, die in ein leuchtendes, geleeartiges Fruchtfleisch eingebettet sind. Dieser goldene Kern ist eine wahre Vitaminbombe. Reich an den Vitaminen A, B und C sowie an Kalium, Phosphor, Eisen, Kalzium und Magnesium, verfügt die Maracuja über eine fast konkurrenzlose Nährstoffbilanz. Spätestens da begreifen wir: Was zählt denn schon das Aussehen? Die inneren Werte sind es doch, worauf es ankommt.      

Mehr

Produkt des Monats: Zitrone

Produkt des Monats: Zitrone

Die Zitrone – das verführerische Allround-Talent Sie ist und bleibt der Star am Fruchthimmel. Kaum eine Frucht hat in der Geschichte so dauerhaft bedeutende und vielseitige Rollen gespielt wie die Zitrone. Zu Goethes Zeiten verzauberte sie und symbolisierte das mediterrane und sinnliche Leben: 1786 schwärmte der deutsche Dichter von dem Land, wo die Zitronen blüh’n, denn für ihn war Italien, das Land der Zitronen, Sehnsuchtsort, in den es ihn für mehrere Monate hinzog. Noch heute wird in keinem Landstrich der gelben Zitrusfrucht so hingebungsvoll gehuldigt wie an der Amalfiküste in Sorrent. In dem idyllischen Ort an der Steilküste, direkt gegenüber von Capri, reihen sich kleine Geschäfte aneinander und bieten eine Vielfalt von Devotionalien aus und um die Zitrone an. In der Mitte des 18. Jahrhundert hatte die Rolle der Zitrone außer des poetischen vor allem auch praktischen Charakter. Sie war heroische Lebensretterin: Zu einer Zeit, als Matrosen die tödliche Krankheit Skorbut mehr fürchteten als Piratenübergriffe, kam ein Arzt der britischen Marine, James Lind, auf die Idee, seinen Männern eine besondere Kost zuzuführen. Nach wenigen Wochen fiel ihm auf, dass genau die Matrosen gesundeten, die die Vitamin-C-haltigen Zitrusfrüchte erhalten hatten. Fortan wurde auf allen Schiffsreisen Kisten von Zitronen mitgeführt, was den englischen Seeleuten den Beinamen ‚Limey’ einbrachte. Und heute, für uns? Ist die Zitrone unverzichtbar. Sie ist eine Alleskönnerin und bereichert unseren Alltag in allen Lebensbereichen – von der Kulinarik über Haushalt bis zur Kosmetik und Parfümerie. Sie ist ein ewiger Liebling. Kaum eine Frucht, an der sich die Geister so wenig scheiden. Jeder kennt sie, jeder mag sie, ein jeder braucht sie. Das muss eine andere Frucht erst einmal nachmachen!      

Mehr

Produkt des Monats: Orangenöl

Produkt des Monats: Orangenöl

Orangen zählen zu den beliebtesten Früchten der Welt. Ihre Schalen liefern ein Öl, dessen Einsatzbereiche erstaunlich vielfältig sind. Der Siegeszug der Orange begann vor mehr als 3000 Jahren in China und ergriff quasi die ganze Welt. Das niederländische „sinaasappel“ und das deutsche „Apfelsine“ würdigen diese Herkunft bis heute: Sie leiten sich vom niederdeutschen appel sina, übersetzt: „China-Apfel“ ab. Der amerikanische Botaniker Walter Tennyson Swingle glaubte Anfang des 20. Jahrhunderts, 12 Citrus-Arten identifizieren zu können, der Japaner Tyōzaburō Tanaka, ebenfalls Botaniker und zeitweise Weggefährte von Swingle, legte sich auf 162 Arten fest. Nur in subtropischem Klima werden die Schalen von Orangen überhaupt orange; in tropischen Gebieten mit konstant hoher Temperatur bleibt die Frucht außen grün. Aus den Schalen werden Öle gewonnen, die nicht nur in der Lebensmittelindustrie zum Einsatz kommen; auch in der Parfümerie sind sie beliebt. Inhaltstoffe wie Limonen, vor allem Octyl- und Nerylacetat verleihen dem Öl dabei das Aroma. Orangenöl tut seinen Dienst in Holzschutz- und Pflegemitteln, kommt in jüngerer Zeit aber auch in eher unerwartetem Umfeld zum Einsatz: als Teil der Gummimischung für Autoreifen. Hier spart es nicht nur Erdöl, sondern verringert auch den Rollwiderstand und Verschleiß.

Mehr

Früchtchen des Monats: die Ananas

Früchtchen des Monats: die Ananas

Die Königin der Früchte – so wird die Ananas zu Recht genannt. Das exotische Aussehen, der Duft, der süße Geschmack: Das alles zog die Menschen in den Bann, seit die ersten Ananas mit Kolumbus zum Ende des 15. Jahrhunderts in Europa landeten. Doch die Ananas machte es ihren Liebhabern nicht leicht: die Früchte, die nicht lange haltbar sind und nach der Ernte nicht nachreifen, waren schwierig zu transportieren. Eine frische Ananas aufgetischt zu bekommen – es war eine Sensation. Nicht zuletzt deswegen machte die Pflanze im 17. Jahrhundert in botanischen Gärten und den Orangerien des europäischen Adels Karriere. Wer auf sich hielt, hatte eine Ananas im Gewächshaus oder verzierte seine Häuser und Parkanlagen mit ananasförmiger Baukunst. Demokratisiert wurde die Ananas erst mit der Dampfschifffahrt, die Transportzeiten erheblich verkürzte, und mit der Erfindung der Ananaskonserve. Ihr ist auch der legendäre „Toast Hawaii“ zu verdanken – denn Ananas in Dosen wurde Anfang des 20. Jahrhunderts erstmals im großen Rahmen in Hawaii erzeugt.

Mehr