Produkt des Monats: Guave

Exotisch, gehaltvoll, wohlschmeckend: die Guave, das kleine Wunder aus den Tropen.

In unseren Breitengraden ist die Guave oder Guyaba, wie man sie in ihren Herkunftsländern in Süd- und Mittelamerika nennt, nicht sehr populär. Wer sie liebt, findet sie meist nur in gut sortierten Delikatessen-Märkten oder aber – in verarbeiteter Form – in Multivitaminsäften oder anderen Fruchtsaftprodukten. Ein wenig sieht sie aus wie ein Apfel, ist jedoch eine Beerenfrucht und gehört zu den Myrtengewächsen. Mit ihrer grünen Schale und den vereinzelten, kleinen braunen Stellen wirkt sie äußerlich eher unscheinbar. Aber die Guave hat es in sich, im wahren wie auch sprichwörtlichen Sinne. Ihr Fruchtfleisch leuchtet rosarot und ist mit vielen goldgelben Samen gesprenkelt, und ihr Duft ist so intensiv, dass nur eine Frucht einem großen Raum eine exotische und betörende Aura verleihen kann.
Das, was sie aber so kostbar macht, sind ihre vielen Inhaltsstoffe: Proteine, Calcium, Eisen, Retinol, Thiamin und Pektine und ein Vitamin C-Gehalt, der deutlich über dem der Orange liegt. Die antioxidative, hepatoprotekitve (leberschützende), antiallergene und antibiotische Wirkung ihrer Blätter machen sie außerdem auch zu einer medizinisch wertvollen Pflanze. In der Karibik macht man sich ihre vielfältigen Wirkungen zunutze: Gegen schwere Durchfallerkrankungen trinkt man den Sud abgekochter Guave-Blätter. Bei Magen- und Darmverstimmungen löffelt man das Fruchtfleisch samt der kleinen, steinigen Kerne. Für den sinnlichen Genuss hingegen wird sie meist zu Säften oder Süßspeisen verarbeitet.